Wissensbereich · Herkunft
Daodi-Herkunft: Der richtige Ort, die richtige Zeit, die richtigen Hände
Vor mehr als 1.300 Jahren schrieben chinesische Gelehrte einen Satz in ihr Arzneibuch, der bis heute gilt: Nimmt man eine Pflanze aus ihrer Heimat, bleibt sie äußerlich dieselbe und wirkt doch anders. Verfehlt man die Zeit der Ernte, ist es noch dieselbe Pflanze, aber nicht mehr ihr Moment.
Hier erfährst du, was Daodi bedeutet, warum Ort, Zeit und Sorgfalt zählen und woher die Rohstoffe unserer Rezepturen stammen. Woran du gute Qualität bei Nahrungsergänzungsmitteln aus China insgesamt erkennst, zeigt unser Ratgeber.
Im Einklang mit der Natur.
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地
Kurz gesagt
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Für Eilige: warum der Ursprung einer Pflanze über ihre Qualität mitentscheidet und woher die Rohstoffe unserer Rezepturen stammen, in sechs Punkten. Ausführlich und mit allen Belegen geht es darunter weiter.
- Kurz: 1 Min.
- Lang: 10 Min.
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1
Der Begriff
Daodi (道地) heißt „echter Herkunftsort“: die Pflanze von dort, wo sie seit Generationen am verlässlichsten gedeiht. Kein Siegel, sondern gesammelte Erfahrung, seit 2016 im chinesischen TCM-Gesetz verankert.
- der richtige Ort
- die richtige Zeit
- die richtigen Hände
- Daodi
Dein Vorteil Rohstoffe, deren Herkunft sich über Jahrhunderte bewährt hat.
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2
Der Ort
Eine Pflanze kann nicht weglaufen. Auf Sonne, Kälte und Boden antwortet sie mit Schutzstoffen, genau den Stoffen, die man in Heilpflanzen sucht. Je nach Umwelt bildet sie davon bis zu 50 % mehr oder weniger.
- 50 %Unterschied je nach Umwelt
- 2.800Meter hoch liegen die Dang-Gui-Felder in Min
- 51Goji-Proben, messbar verschieden
Dein Vorteil Pflanzen aus der Region, in der sie ihre Inhaltsstoffe am verlässlichsten bilden.
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3
Die Zeit
Jede Pflanze hat ihren Moment. Kudzu aus dem Dezember enthielt mehr Puerarin als aus dem September, fünfjährige Stängel rund 17-mal so viel wie einjährige.
- 17× mehr Puerarin nach fünf Jahren
- Kudzu im Winter
- Goji in 10 bis 12 Pflückdurchgängen
Dein Vorteil Geerntet wird, wenn die Pflanze am meisten mitbringt, nicht wenn es am bequemsten ist.
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4
Die Hände
Zwischen Feld und Rezeptur entscheidet Sorgfalt. Jede Pflanze verlangt ihre eigene Behandlung, und was nach Geduld klingt, lässt sich messen.
- Goji von Hand gepflückt, ab 5 Uhr früh
- Korb nur zu sieben Zehnteln gefüllt
- Poria „geschwitzt“: 20,5 statt 13,8 mg/g Polysaccharide
Dein Vorteil Überliefertes Handwerk, dessen Nutzen sich heute im Labor zeigen lässt.
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5
Unsere Rohstoffe
Für die traditionellen Rohstoffe unserer Rezepturen liegen schriftliche Herkunftserklärungen vor, mit Provinz und Anbaubasis. Laut Entwicklungsteam stammen sie aus Daodi-Regionen.
- 10 Rohstoffe
- 8 Provinzen
- Goji aus Ningxia
- Poria aus Anhui
- Kudzu aus Hubei
Dein Vorteil Du weißt, woher die Pflanzen in deinem Produkt kommen. Ob sie sauber sind, prüft zusätzlich SGS.
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6
Bio und Einkauf
Bio fragt, wie angebaut wurde. Daodi fragt nach Ort, Alter und Erntemonat. Am stärksten ist, was beides verbindet. Gute Herkunftsangaben erkennst du an fünf Fragen.
- Woher genau?
- Welche Sorte?
- Wann geerntet?
- Wie verarbeitet?
- Wer bestätigt es?
Dein Vorteil Du erkennst auf jeder Packung, ob eine Herkunftsangabe etwas taugt.
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離其本土,則質同而效異;
乖於採摘,乃物是而時非。
Ein Satz aus dem Jahr 659
Dieselbe Pflanze ist nicht überall dieselbe
„Nimmt man sie aus ihrer Heimat, bleibt die Gestalt gleich, doch die Wirkung wird anders. Verfehlt man die Zeit der Ernte, ist es dieselbe Sache, aber nicht mehr ihre Zeit.“
Die Gelehrten von damals konnten nur beobachten. Heute lässt sich messen, was sie beschrieben haben. In einer Studie wurden 51 Goji-Proben aus vier Klimaregionen Chinas untersucht. Sie unterschieden sich messbar in ihrer Zusammensetzung. Gleiche Pflanze, anderer Ort, anderes Ergebnis.
51 Goji-Proben aus vier Klimaregionen
- MonsunklimaHebei10
- halbtrockenNingxia, Gansu, Innere Mongolei25
- HochplateauQinghai9
- trockenXinjiang7
Die Früchte unterschieden sich in Form und Inhaltsstoffen, je nachdem, wo sie gewachsen waren.
Eine Pflanze ist kein Reinstoff aus der Fabrik. Sie ist ein lebendiges Wesen, das auf seinen Boden antwortet, auf das Licht, auf das Wasser und auf die Jahreszeiten.
- Boden
- Licht
- Wasser
- Jahreszeiten
Der Begriff
Was Daodi bedeutet
Daodi (道地) lässt sich mit „echter Herkunftsort“ übersetzen. Gemeint ist die Verbindung zwischen einer Pflanze und dem Ort, an dem sie nach jahrhundertelanger Erfahrung am verlässlichsten gedeiht.
Seit 2016 ist der Begriff sogar im chinesischen Gesetz über die Traditionelle Chinesische Medizin festgehalten. Daodi-Rohstoffe sind dort Rohstoffe, die sich in langer ärztlicher Praxis bewährt haben, aus einer bestimmten Region stammen und von dort in besserer und gleichbleibender Qualität kommen als dieselbe Art aus anderen Gegenden.
道地
dào dì
echter Herkunftsort
Erfahrung statt Siegel
Daodi wird nicht vergeben wie ein Bio-Siegel. Es ist gesammeltes Wissen aus vielen Generationen: Heilkundige beobachteten, welche Pflanze aus welcher Gegend sich bewährte, und schrieben es auf. Rund 200 von etwa 500 traditionell gehandelten Arzneirohstoffen gelten heute als Daodi, und nach Schätzungen machen sie etwa 80 Prozent der gehandelten Menge aus.
200von 500
gehandelten Arzneirohstoffen gelten als Daodi
80%
der gehandelten Menge stammen aus Daodi-Herkunft
Mehr als ein Ort
2015 hat der chinesische Fachverband für Arzneipflanzen Standards für Daodi-Rohstoffe veröffentlicht. Sie beschreiben weit mehr als die Region:
- die Herkunft und die Merkmale der Pflanze
- ihre Geschichte
- ihre Qualität
- ihre genetischen Merkmale, also die passende Sorte
- ihren Standort
- Anbau, Ernte und Verarbeitung am Ursprungsort
Daodi ist also ein Zusammenspiel:
Erste Säule
Der richtige Ort
„Alle Arzneien haben ihr Gebiet.“Tao Hongjing, um das Jahr 500
Warum reagiert eine Pflanze überhaupt auf ihren Ort?
Eine Pflanze kann nicht weglaufen. Brennt die Sonne, wird es kalt, bleibt der Regen aus oder ist der Boden salzig, muss sie bleiben, wo sie ist. Ihre Antwort ist chemisch: Sie bildet Schutzstoffe, die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Forscher beschreiben sie als Teil ihres Abwehrsystems, entstanden als Antwort auf Belastungen aus der Umwelt. Licht, Temperatur, Wasser, Nährstoffe und Salz im Boden steuern, wie viel davon sie bildet.
Genau diese Stoffe sind es, die man in Heilpflanzen sucht. Eine Übersichtsarbeit über 48 Studien zeigt, dass Umweltbedingungen ihren Gehalt um bis zu 50 Prozent steigern oder senken können, je nach Pflanze unterschiedlich. Was eine Pflanze an ihrem Ort erlebt, steckt später in ihr.
- Licht
- Temperatur
- Wasser
- Nährstoffe
- Salz im Boden
Die Antwort der Pflanze
Schutzstoffe
bis zu 50%
mehr oder weniger, je nach Umwelt
Beispiel 1 · Gansu
Dang Gui aus Min: die Kraft der Höhe
Die chinesische Engelwurz Dang Gui liebt Kühle und Feuchtigkeit. Ihre klassische Heimat ist der Kreis Min in der Provinz Gansu. Dort wird sie hoch in den Bergen angebaut, auf 2.200 bis 2.800 Metern. Die Dang Gui aus Min gilt als Goldstandard.
Dass das kein Mythos ist, zeigt die Wissenschaft:
- Die große FeldstudieForscher untersuchten 1.530 Pflanzen aus ganz Gansu. Am stärksten bestimmten Höhenlage, Sonnenstunden, Niederschlag, Temperatur und der Säuregrad des Bodens, wie viel Inhaltsstoffe die Wurzeln enthielten.
- Das Kälte-ExperimentIn einem Versuch förderte Kühle gezielt die Bildung von Ferulasäure und Flavonoiden.
Die Pflanze antwortet auf das raue Bergklima. Seit 2014 ist das Anbausystem von Min sogar als bedeutendes landwirtschaftliches Kulturerbe Chinas ausgezeichnet, wegen seiner besonderen Anbaubedingungen und überlieferten Anbau- und Verarbeitungstechniken.
Beispiel 2 · Ningxia
Goji aus Ningxia: Sonne, Trockenheit und der Gelbe Fluss
Ningxia liegt im Nordwesten Chinas, in einem halbtrockenen Kontinentalklima. Der Gelbe Fluss bewässert die Felder, und die Sonne scheint hier rund 3.000 Stunden im Jahr. Ningxia gilt seit jeher als die Daodi-Region der Goji-Beere.
Was die Forschung dazu zeigt:
- Die Klimaregionen-StudieForscher verglichen 51 Goji-Proben aus vier Klimaregionen Chinas. Goji aus dem Monsungebiet, dem Hochplateau und den Wüstenregionen unterschied sich deutlich in der Form der Früchte. Die Früchte aus den halbtrockenen Regionen wie Ningxia enthielten deutlich weniger Zucker.
- Der Polysaccharid-VergleichAus Goji vom kalten, hoch gelegenen Qinghai ließen sich signifikant weniger Polysaccharide gewinnen als aus Goji aus Ningxia und Xinjiang.
- Der Polyphenol-VergleichEine weitere Studie verglich Goji aus Zhongning mit Goji aus Xinjiang. Sorte, Herkunft und Erntezeit bestimmten gemeinsam, wie viele Polyphenole die Früchte bilden.
3.000
Sonnenstunden im Jahr, rund
- halbtrockenes Kontinentalklima
- Felder am Gelben Fluss
- Ernte von Juni bis Oktober
Jede Pflanze hat ihre Heimat.
Herkunft in der Sprache
Die Region steckt im Namen
Wie wichtig der Ort ist, zeigt die chinesische Sprache selbst. Viele Arzneien tragen ihre Heimat im Namen. Das hervorgehobene Zeichen steht jeweils für die Region.
-
川芎
Chuanxiong
„Xiong aus Sichuan“, die Liebstöckelwurzel
Heimat: Sichuan
-
川貝母
Chuan Beimu
Schachblumenzwiebel aus Sichuan
Heimat: Sichuan
-
雲木香
Yun Muxiang
Costuswurzel aus Yunnan
Heimat: Yunnan
-
杭白菊
Hang Baiju
weiße Chrysantheme aus Hangzhou
Heimat: Zhejiang
-
廣陳皮
Guang Chenpi
gereifte Mandarinenschale aus Guangdong
Heimat: Guangdong
-
懷山藥
Huai Shanyao
Yamswurzel aus Huaiqing
Heimat: Henan
-
寧夏枸杞
Ningxia Gouqi
Goji aus Ningxia. Die Region ist hier sogar Teil des chinesischen Namens der Pflanzenart.
Heimat: Ningxia
Die vier großen Huai-Arzneien
Aus der alten Region Huaiqing in Henan stammen sogar gleich vier berühmte Arzneien: Yamswurzel, Achyranthes-Wurzel, Rehmannia-Wurzel und Chrysantheme. Ein Name, der zum Qualitätsversprechen wurde.
- 懷山藥Yamswurzel
- 懷牛膝Achyranthes-Wurzel
- 懷地黃Rehmannia-Wurzel
- 懷菊花Chrysantheme
Zweite Säule
Die richtige Zeit
Eine Pflanze hat ihren Moment. Die alten Arzneibücher wussten das und erklärten auch, warum. Wurzeln wurden früh im Frühjahr oder im Herbst geerntet. Zu Beginn des Frühlings, so heißt es dort, sind die Säfte gerade erwacht und noch nicht in Zweige und Blätter gestiegen. Im Herbst welken die Blätter, und die Kraft zieht sich wieder nach unten zurück.
- Kudzu-Wurzelim Winter, meist Dezember bis Februar
- Yin Chenim dritten Monat des chinesischen Kalenders, etwa im April
- GojiJuni bis Oktober, in 10 bis 12 Pflückdurchgängen
Der richtige Monat
Kudzu: Der Winter macht den Unterschied
Septembervolles Wachstum
Dezembermehr Puerarin in der Wurzel
Wie viel der richtige Monat ausmacht, zeigt die Kudzu-Wurzel, die auch in unseren Rezepturen steckt. Forscher in Hubei, der Provinz, aus der auch unsere Kudzu stammt, verglichen Wurzeln aus dem September, wenn die Pflanze in vollem Wachstum steht, mit Wurzeln aus dem Dezember. Im Dezember enthielten sie mehr Puerarin, ihren wichtigsten Inhaltsstoff.
Das passt zur Überlieferung: Geerntet wird Kudzu traditionell im Winter, meist von Dezember bis Februar. Schon das Arzneibuch von 659 wusste, dass sich die Kraft im Herbst nach unten zurückzieht.
Ein Sprichwort aus dem 18. Jahrhundert
„Im dritten Monat ist es Yin Chen, im vierten nur noch Beifuß, im fünften und sechsten Monat Brennholz.“
- 3. MonatYin Chen, die Arznei
- 4. Monatnur noch Beifuß
- 5. und 6. MonatBrennholz
Dieselbe Pflanze, wenige Wochen später geerntet, ist eine andere.
Geduld bei der Ernte
Goji: nie alle auf einmal
Goji-Beeren reifen in Ningxia von Juni bis Oktober, aber nie alle zugleich. Deshalb wird in der Saison etwa alle zehn Tage erneut gepflückt, Reihe für Reihe, zehn- bis zwölfmal in einem Sommer.
Und auch das ist nicht nur Tradition: Die Erntezeit bestimmt mit, wie viele Polyphenole die Früchte enthalten.
Das richtige Alter
Was Geduld bewirkt, lässt sich messen
Auch das Alter einer Pflanze zählt. Forscher haben es an den Stängeln der Kudzu gemessen, die mit den Jahren kräftiger werden: In dünnen Stängeln aus dem ersten Jahr fanden sie 0,14 Prozent Puerarin, in fünfjährigen 2,40 Prozent. Das ist rund das Siebzehnfache.
Daodi-Rohstoffe haben deshalb feste Vorgaben für ihr Alter und ihre Erntezeit. Wer zu früh erntet, erntet keinen Arzneirohstoff.
- 1. Jahr, dünn0,14
- 1. Jahr, kräftig1,45
- 2. Jahr1,86
- 3. Jahr2,15
- 4. Jahr2,34
- 5. Jahr2,40
Dritte Säule
Die richtigen Hände
Zwischen Feld und Rezeptur liegt ein Weg, und auf diesem Weg entscheidet Sorgfalt.
Goji
Von Hand und mit Gefühl
Goji-Beeren sind empfindlich und platzen bei grobem Umgang leicht. Deshalb werden sie von Hand gepflückt, oft schon ab fünf Uhr morgens, bevor die Mittagshitze kommt. Die Pflücker arbeiten zwischen dornigen Zweigen, die ihnen Arme und Hände zerkratzen.
In Ningxia gibt es dafür eine Regel aus drei Worten: behutsam pflücken, behutsam halten, behutsam ablegen. Jeder Korb wird nur zu sieben Zehnteln gefüllt. Ein Anbaubetrieb erntet nur Beeren, die zu acht bis neun Zehnteln reif sind. Aufgeplatzte Früchte bleiben am Strauch, für die Vögel, die nach der Ernte zurückkehren.
- behutsampflücken
- behutsamhalten
- behutsamablegen
7 von 10Der Korb wird nur zu sieben Zehnteln gefüllt.
8 bis 9 von 10So reif sind die Beeren bei der Ernte in einem Anbaubetrieb.
5:00
ab fünf Uhr frühgepflückt wird vor der Mittagshitze.
Poria
Ein Pilz, der schwitzen darf
Poria ist eigentlich ein Pilz. Er wächst verborgen an den Wurzeln von Kiefern, und schon der Dichter Li Shangyin schrieb im 9. Jahrhundert: „Unter grünen Kiefern gibt es viel Poria.“
Nach der Ernte im Spätsommer beginnt eine Verarbeitung, die das chinesische Arzneibuch bis heute beschreibt:
- Die frische Poria wird aufgeschichtet und darf „schwitzen“.
- Dann wird sie ausgebreitet, bis ihre Oberfläche trocken ist.
- Dann schwitzt sie erneut.
- Das wiederholt sich mehrmals, bis sie Falten zeigt und ihre innere Feuchtigkeit großteils abgegeben hat.
- Erst dann trocknet sie im Schatten.
bis sie Falten zeigt→im Schatten trocknen
Wasserlösliche Polysaccharide in Poria, Milligramm je Gramm
- geschwitzt20,5
- ohne Vorbehandlung13,8
- gedämpft11,9
Jede Pflanze braucht ihre eigene Behandlung
Was für die eine richtig ist, schadet der anderen.
Poria
am besten im Schatten
In einer chinesischen Untersuchung enthielt im Schatten getrocknete Poria die meisten der gemessenen Inhaltsstoffe.
Kudzu-Stängel
am besten schnell im Trockner
Bei Kudzu-Stängeln war es umgekehrt. Nach vier Stunden im Trockner war mehr Puerarin erhalten als nach sechs Tagen im Schatten.
- Trockner, 4 Stunden1,81
- Schatten, 6 Tage1,43
Puerarin in Prozent, frisch geerntet: 1,83
Dieses Wissen, welche Pflanze wie behandelt werden will, ist der Kern von Daodi. Es lässt sich nicht in eine Maschine einbauen, es wird von Generation zu Generation weitergegeben.
Mit Geduld und Gefühl.
Unsere Rohstoffe
Woher unsere Rohstoffe stammen
Hinter jedem Namen auf dieser Karte steht ein Ort mit eigener Erde, eigenem Licht und eigenen Jahreszeiten.
Für die traditionellen Rohstoffe unserer Rezepturen liegen schriftliche Herkunftserklärungen vor, ausgestellt vom Rohstoffunternehmen Nanjing Zelang Biotech und übermittelt vom Entwicklungsteam. Sie nennen Provinz und Anbaubasis, bei manchen Rohstoffen auch die Sorte. Laut Entwicklungsteam stammen die traditionellen Bestandteile aus Daodi-Regionen.
- NingxiaGoji
- Innere MongoleiSanddorn aus Hohhot
- HenanYamswurzel, Polygonatum und Hovenia aus Yiyang
- HubeiKudzu aus Huanggang
- AnhuiPoria aus Yuexi
- JiangsuChrysantheme aus Sheyang und Suqian
- SichuanUme-Pflaume aus Nanjiang
- YunnanMaca
- 2Innere Mongolei
- 1Ningxia
- 3Henan
- 7Sichuan
- 4Hubei
- 5Anhui
- 6Jiangsu
- 8Yunnan
Diese Rohstoffe stecken in unseren Rezepturen
Tabelle zur Seite wischen
| Rohstoff | Herkunft laut Erklärung | Sorte | Steckt in |
|---|---|---|---|
| Goji 枸杞 | Ningxia | – | BaoShen, ChangYuTai, GuBao, MeiAnBao |
| Poria 茯苓 | Yuexi, Anhui | Weiße Poria | BaoShen, ChangYuTai, MeiAnBao, ShiWeiBao |
| Yamswurzel 山藥 | Yiyang, Henan | – | AnGanBao, BaoShen, ChangYuTai, GuBao |
| Polygonatum 黃精 | Yiyang, Henan | – | BaoShen, ChangYuTai, GuBao |
| Kudzu 葛根 | Huanggang, Hubei | – | AnGanBao, GuBao |
| Ume-Pflaume 烏梅 | Nanjiang, Sichuan | Changlong Nr. 7 | BaoShen, ChangYuTai |
| Hovenia 枳椇子 | Yiyang, Henan | – | AnGanBao |
| Chrysantheme 菊花 | Sheyang und Suqian, Jiangsu | – | ShiWeiBao |
| Sanddorn 沙棘 | Hohhot, Innere Mongolei | Mongolischer Sanddorn | ChangYuTai |
| Maca 瑪卡 | Yunnan | – | BaoShen |
Herkunftserklärungen vom 24. Januar und 26. März 2025. Die Erklärungen umfassen weitere Rohstoffe des Lieferanten, die in unseren Rezepturen nicht vorkommen. Maca stammt ursprünglich aus den Anden und wird in China erst seit einigen Jahrzehnten angebaut. Daodi bezieht sich auf die traditionellen chinesischen Bestandteile.
Herkunft ist der Anfang, das Labor prüft das ErgebnisOb ein Rohstoff sauber ist, zeigt ein Laborbericht. Unsere Produkte hat das Prüfunternehmen SGS auf Pestizide, Schwermetalle und Keime untersucht. Die Berichte schicken wir dir gern zu.
Zwei Wege zur Qualität
Daodi und Bio
Bio und Daodi haben dasselbe Ziel, gute Rohstoffe. Aber sie stellen unterschiedliche Fragen.
Bio fragt, wie angebaut wurde
- Ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und ohne Kunstdünger?
- Unabhängig kontrolliert?
Daodi fragt nach der Pflanze selbst
- OrtWächst sie dort, wo sie seit Generationen am besten gedeiht?
- OrtIst es die bewährte Sorte?
- ZeitIst sie alt genug?
- ZeitWurde sie zur richtigen Zeit geerntet?
- HändeWurde sie so verarbeitet und getrocknet, wie es diese Pflanze verlangt?
- AnbauUnd auch: Wie wurde angebaut?
Ein Beispiel: Kudzu
Eine Bio-Kudzu-Wurzel kann überall wachsen, wo die Bio-Regeln eingehalten werden. Wann sie geerntet wird, regelt Bio nicht. Bio sagt also nichts darüber, ob sie im September gegraben wurde oder im Winter, wenn ihre Wurzel mehr Puerarin enthält.
Daodi fragt genau danach: nach dem Ort, dem Alter und dem richtigen Monat.
Bio schützt Boden und Umwelt und bringt eine unabhängige Kontrolle mit. Daodi richtet sich nach der Pflanze und bringt das Wissen von Jahrhunderten mit. Am stärksten ist, was beides verbindet.
Für deinen Einkauf
Woran du gute Herkunftsangaben erkennst
Auf vielen Packungen steht etwas über die Herkunft. Ob die Angabe etwas taugt, erkennst du an fünf Fragen.
Sagt wenig
- Woher genau?
- „aus Asien“
- Welche Sorte?
- „Poria“
- Wann geerntet?
- „frisch geerntet“
- Wie verarbeitet?
- „schonend verarbeitet“
- Wer bestätigt es?
- „geprüfte Herkunft“
Sagt etwas
- Woher genau?
- „Provinz Anhui, Anbaubasis Yuexi“
- Welche Sorte?
- „Weiße Poria“
- Wann geerntet?
- „Ernte 2025“
- Wie verarbeitet?
- „traditionell geschwitzt, im Schatten getrocknet“
- Wer bestätigt es?
- „Herkunftserklärung des Rohstofflieferanten vom 26. März 2025“
Musteretiketten zur Veranschaulichung, keine Produktetiketten.
Je genauer die Antworten, desto mehr weiß der Anbieter über seine Rohstoffe.
Häufige Fragen
Was Leser über Daodi wissen wollen
Was bedeutet Daodi?
Daodi (道地) bezeichnet Rohstoffe aus Regionen, in denen eine Pflanze nach jahrhundertelanger Erfahrung am verlässlichsten gedeiht. Zum Prinzip gehören neben dem Ort auch die Sorte, die Erntezeit und die Verarbeitung.
Ist Daodi ein Siegel?
Nein. Daodi wird nicht vergeben und kontrolliert wie ein Bio-Siegel. Es ist überliefertes Erfahrungswissen, das in China seit 2016 auch gesetzlich definiert ist.
Ist Daodi dasselbe wie Bio?
Nein. Bio regelt, wie angebaut und kontrolliert wird. Daodi fragt zusätzlich nach dem Ort, der Sorte, dem Alter der Pflanze, der Erntezeit und der Verarbeitung. Beides lässt sich verbinden.
Warum spielt die Erntezeit eine Rolle?
Weil sich die Inhaltsstoffe einer Pflanze mit Alter und Jahreszeit verändern. Kudzu-Wurzeln aus Hubei enthielten im Dezember mehr Puerarin als im September. Deshalb wird Kudzu traditionell im Winter geerntet.
Was heißt es, wenn Poria „schwitzt“?
Nach der Ernte wird Poria traditionell mehrmals aufgeschichtet und wieder ausgebreitet, bis sie Feuchtigkeit abgegeben hat, und dann im Schatten getrocknet. In einem Vergleich enthielt so behandelte Poria mehr wasserlösliche Polysaccharide als unbehandelte oder gedämpfte.
Woher stammen eure Rohstoffe?
Laut Herkunftserklärungen unter anderem Goji aus Ningxia, Poria aus Yuexi in Anhui, Yamswurzel, Polygonatum und Hovenia aus Yiyang in Henan sowie Kudzu aus Huanggang in Hubei. Die vollständige Übersicht mit allen zehn Rohstoffen steht in der Tabelle auf dieser Seite.
Beweist ein Laborbericht die Herkunft?
Nein. Ein Laborbericht zeigt, was in einer Probe gemessen wurde, nicht, woher der Rohstoff stammt. Herkunft und Laborprüfung ergänzen sich. Unsere Prüfergebnisse findest du unter Labor & Einordnung.
Weiter im Wissen
Alle sieben Wissensbereiche
Die Herkunft ist der Anfang. Die übrigen Seiten zeigen, wie hergestellt und geprüft wird und wie eine Rezeptur gedacht ist.
Herkunft, Herstellung und Prüfung
Quellen und Transparenz
- Frontiers in Pharmacology, 2018: Quality Variation of Goji (Fruits of Lycium spp.) in China, 51 Proben aus vier Klimaregionen
- Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2018: Evidence-Based Study to Compare Daodi and Non-Daodi Traditional Chinese Medicinal Material
- Molecules, 2018: Response of Plant Secondary Metabolites to Environmental Factors
- Chemistry & Biodiversity, 2021: Übersichtsarbeit über 48 Studien zum Einfluss der Umwelt auf die Inhaltsstoffe von Heilpflanzen
- PLoS One, 2020: Quality suitability regionalization analysis of Angelica sinensis in Gansu, China (1.530 Pflanzen)
- Molecules, 2022: Cool Temperature Enhances Growth, Ferulic Acid and Flavonoid Biosynthesis in Angelica sinensis
- Frontiers in Plant Science, 2025: Altitude-mediated soil microbe-nutrient dynamics shape medicinal properties of Angelica sinensis
- Frontiers in Plant Science, 2022: Root metabolism and rhizosphere microbiota of Angelica sinensis, mit Angaben zum Anbausystem von Min
- Chinese Medicine, 2019: Quality evaluation of Lycium barbarum from different regions in China based on polysaccharide structure, yield and bioactivities
- Molecules, 2023: Polyphenole in Goji nach Sorte, Herkunft und Erntezeit
- Molecules, 2024: Regulatory Network of Puerarin Biosynthesis in Pueraria montana var. lobata (Kudzu aus Hubei, September und Dezember)
- Journal of Food and Drug Analysis, 2015: Isoflavonoide in Stängeln von Pueraria lobata nach Alter und Trocknung
- ASABE, 2018: Effects of different pretreatments on quality attributes of Poria cocos
- Zhao Z., Guo P., Brand E.: The formation of daodi medicinal materials. Journal of Ethnopharmacology, 2012
- Xinxiu Bencao, Arzneibuch des Kaiserhofs, 659, Vorwort und Angaben zu Erntezeiten (chinesisch)
- Tao Hongjing: Bencao Jing Jizhu, um 500 (chinesisch)
- Gesetz der Volksrepublik China über die Traditionelle Chinesische Medizin, 2016, Artikel 23 (chinesisch)
- Daodi-Standards des chinesischen Fachverbands für Arzneipflanzen, 2015 (chinesisch)
- Arzneibuch der Volksrepublik China, Monographie Poria (chinesisch)
- Chinese Traditional and Herbal Drugs, 2025: Verarbeitungswege der Poria im Vergleich (chinesisch)
- Sprichwort zu Yin Chen, überliefert in Schriften der Qing-Zeit; Li Shangyin, Gedicht des 9. Jahrhunderts (chinesisch)
- China Daily, Keji Ribao und Ningxia Ribao: Berichte zur Goji-Ernte in Ningxia, 2018 bis 2026 (chinesisch)
- Herkunftserklärungen von Nanjing Zelang Biotech vom 24. Januar 2025 und 26. März 2025 (chinesisch), übermittelt vom Entwicklungsteam
Die Angaben zur Herkunft unserer Rohstoffe stammen aus den genannten Herkunftserklärungen. Die Abschnitte zu Ernte und Verarbeitung beschreiben, wie Daodi-Rohstoffe traditionell gewonnen werden. Chinesischsprachige Quellen sind ohne Link aufgeführt. Recherche, Text und redaktionelle Verantwortung liegen bei Björn Flak für Natürlich.Gesund.Vital, das die beschriebenen Produkte vertreibt. Die Fotos auf dieser Seite sind KI-generierte Symbolbilder. Diese Seite dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: 8. Oktober 2026.