AnGanBao 安甘葆
Tradition, die man untersuchen kann.
AnGanBao ist eine Vielstoffrezeptur aus der chinesischen Pflanzenkunde für das Themenfeld Leber und Stoffwechsel. Im Mittelpunkt stehen Kudzu-Wurzel und Hovenia, zwei Pflanzen mit langer Geschichte in den Arzneibüchern Chinas. Dazu kommen Bausteine der heutigen Ernährungslehre. In der Entwicklung wurde eine Rezepturmischung auf mehreren Ebenen untersucht.
Dieses Dossier zeigt, was in AnGanBao steckt, warum jede Zutat ihren Platz hat und mit welchem Aufwand die Rezeptur entwickelt, hergestellt und geprüft wurde.
Was hinter AnGanBao steht
Die Leber im Zusammenhang
In der chinesischen Medizin ist die Leber Teil eines größeren Systems. Auch die heutige Forschung betrachtet sie im Zusammenhang, vor allem mit Stoffwechsel und Darm.
Was die Tradition sagt
Die chinesische Medizin beschreibt die Leber als Funktionskreis. Ihm ordnet sie vor allem den freien Fluss von Qi und Blut zu: Nach der Lehre sorgt die Leber dafür, dass im Körper nichts stockt. Eng verbunden sieht sie die Leber mit der Mitte, also mit Milz und Magen, die aus der Nahrung die Kraft für den Körper gewinnen.
Eine Rezeptur für dieses Themenfeld setzt deshalb nicht auf einen einzelnen Stoff. Sie verbindet Pflanzen, die die Lehre der Leber oder der Mitte zuordnet. Die Begriffe beschreiben überlieferte Denkmodelle, nicht Organe im heutigen Sinn.
Was die Forschung heute sagt
Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers. Sie verarbeitet Nährstoffe aus dem Darm, bildet wichtige Eiweiße und die Galle und baut körpereigene und körperfremde Stoffe um. Am Fett-, Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel ist sie maßgeblich beteiligt. Die Forschung untersucht dabei unter anderem diese beiden Zusammenhänge:
Leber und Stoffwechsel
Die Leber speichert Energie, bildet Blutfette und ist am Zuckerhaushalt beteiligt. Wie die Ernährung diese Abläufe prägt, untersucht die Stoffwechselforschung.
Darm und Leber
Über die Pfortader gelangt das Blut aus dem Darm zuerst zur Leber, mit Nährstoffen und mit Stoffwechselprodukten der Darmbakterien. Diese Verbindung untersucht die Forschung zur Darm-Leber-Achse.
Wo sich beide treffen
Beide Blickwinkel betrachten die Leber nicht für sich allein: die Lehre zusammen mit der Mitte und dem freien Fluss, die Forschung zusammen mit Stoffwechsel und Darm (Übersicht: Pabst et al. 2023). Das ist eine Parallele, keine Gleichsetzung.
AnGanBao verbindet beide Blickwinkel: klassische Pflanzen der Rezepturlehre und Bausteine aus der heutigen Ernährungsforschung. In der Entwicklung wurde deshalb nicht ein einzelner Messwert betrachtet, sondern mehrere Ebenen zugleich (Kapitel 03).
Ein Gesamtkonzept von Anfang an
AnGanBao wurde von Anfang an als Gesamtkonzept gedacht, nicht als Mischung bekannter Einzelstoffe.
Die Zutaten und ihre Rollen
12 deklarierte Zutaten, 10 davon mit einer Aufgabe in der Rezepturidee. Geordnet nach der klassischen Rollenlehre von Kaiser, Minister, Assistent und Bote.
Vier Rollen, eine Rezepturidee
AnGanBao enthält 12 deklarierte Zutaten. 10 davon tragen die Rezepturidee, jede mit einer eigenen Aufgabe. Die übrigen zwei, Maltodextrin und Laktose, bilden als Trägerstoffe die Grundlage des Granulats. Die vollständige Liste in der Reihenfolge des Etiketts steht am Ende dieses Kapitels.
Die Rollen beschreiben die Aufgabe einer Zutat in der Rezepturidee, nicht ihre Menge und keine gemessene Wirkstärke. Wie das Prinzip funktioniert, erklärt die Seite Kaiser, Minister, Assistent, Bote.
Klassische Rezepturen geben dem Kaiser meist auch die größte Menge. Bei AnGanBao passt die Reihenfolge auf dem Etikett dazu: Kudzu-Wurzel und Hovenia stehen direkt hinter den beiden Trägerstoffen, vor allen anderen Pflanzen. Bei den übrigen Rollen folgt die Reihenfolge nicht der Rangordnung.
Tief verwurzelt: wie alt das Wissen ist
Vier Zutaten von AnGanBao stehen in zwei alten Arzneibüchern Chinas, drei davon schon im ältesten. Die Bücher zeigen, wie weit dieses Wissen zurückreicht, und nebenbei, wie alt die Rollennamen dieses Kapitels sind.
Bis heute im Alltag: 2002 veröffentlichte das chinesische Gesundheitsministerium eine Liste der Stoffe, die zugleich als Lebensmittel und als traditioneller Arzneirohstoff gelten. Vier Zutaten von AnGanBao stehen darauf: Kudzu, Hovenia, Maulbeerblatt und Yamswurzel, dazu Chicorée, die Quelle des Inulins. Mehrere davon gehören in China zur Alltagsküche, etwa Yamswurzel in Suppen, Kudzu-Stärke in Süßspeisen oder Maulbeerblätter als Tee.
Traditionelle Beschreibungen sind Einordnungen der chinesischen Arzneikunde und keine Wirkaussagen. „Forschung heute“ beschreibt, was an einer Zutat untersucht wird, nicht eine Wirkung von AnGanBao.
Kaiserpflanzen
geben die Richtung vor
Zwei Pflanzen teilen sich die Leitrolle; auf dem Etikett stehen sie vor allen anderen Pflanzen. Beide ordnet die Lehre unter anderem der Mitte zu, die sie eng mit der Leber verbunden sieht (Kapitel 01). Die Inhaltsstoffe beider Pflanzen werden heute in der Leber- und Stoffwechselforschung untersucht.
Kudzu-Wurzel · Ge Gen
Im Shennong Bencao Jing in der mittleren Klasse. Die Lehre ordnet sie Milz, Magen und Lunge zu; Milz und Magen bilden nach der Lehre die Mitte.
Kudzu enthält Isoflavone, allen voran Puerarin. Puerarin wird unter anderem in der Stoffwechsel- und der Leberforschung untersucht.
Aufgabe in AnGanBao: Kaiser. Sie gibt die Grundrichtung vor: die Mitte, die die Lehre eng mit der Leber verbunden sieht. Herkunft laut Erklärung: Huanggang, Hubei.
Hovenia · Zhi Ju Zi
Hovenia, auf Deutsch Japanischer Rosinenbaum, ist in China seit Langem bekannt: Ihre fleischigen Fruchtstiele werden wie Rosinen gegessen. Als Arznei ist Hovenia erstmals im Xinxiu Bencao von 659 beschrieben, dem ersten staatlich herausgegebenen Arzneibuch Chinas. Die Lehre ordnet sie unter anderem der Milz zu, einem Teil der Mitte.
Untersucht werden vor allem ihre Flavonoide, darunter Dihydromyricetin, etwa im Zusammenhang mit oxidativen Prozessen und dem Leberstoffwechsel.
Aufgabe in AnGanBao: Kaiser. Sie ergänzt die Kudzu-Wurzel über die Mitte und bringt Inhaltsstoffe ein, die die Leberforschung untersucht. Herkunft laut Erklärung: Yiyang, Henan.
Minister
verstärken und ergänzen
Drei Zutaten verstärken und ergänzen die Kaiser, jede aus einer eigenen Richtung. Die Lehre ordnet das Maulbeerblatt unter anderem der Leber zu und die Yamswurzel wie die Kaiser der Mitte. Inulin aus Chicorée bringt den Darm ein, den zweiten Blickwinkel der Forschung aus Kapitel 01.
Maulbeerblatt · Sang Ye
Der Maulbeerbaum steht im Shennong Bencao Jing in der mittleren Klasse; die Blätter nennt das Buch beim Eintrag zur Wurzelrinde eigens. Die Lehre ordnet die Blätter Lunge und Leber zu.
Untersucht werden unter anderem Verbindungen wie 1-Desoxynojirimycin (DNJ), vor allem im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Kohlenhydraten.
Aufgabe in AnGanBao: Minister. Es bringt über die Zuordnung der Lehre die Leber in die Rezeptur und ergänzt so die Richtung der Kaiser.
Yamswurzel · Shan Yao
Unter ihrem alten Namen Shuyu steht sie im Shennong Bencao Jing in der oberen Klasse. Die Lehre ordnet sie Milz, Lunge und Niere zu und schätzt sie als Nahrung und Arznei zugleich.
Sie enthält Stärke und Polysaccharide. Untersucht werden vor allem die Polysaccharide, unter anderem im Zusammenhang mit Stoffwechsel und Darm.
Aufgabe in AnGanBao: Minister. Die Lehre ordnet sie über die Milz der Mitte zu, wie die beiden Kaiser; dazu ergänzt sie die ernährungsbezogene Seite der Rezeptur. Herkunft laut Erklärung: Yiyang, Henan.
Inulin aus Chicorée
Kein klassischer Arzneirohstoff, sondern ein Ballaststoff aus der Chicoréewurzel. Chicorée selbst ist in China auch eine Arzneipflanze, ursprünglich aus der uigurischen Heilkunde; die Lehre ordnet ihn Leber, Galle und Magen zu.
Darmbakterien fermentieren Inulin im Dickdarm. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren; sie sind ein Thema der Forschung zur Darm-Leber-Achse.
Aufgabe in AnGanBao: Minister. Es bringt den Blickwinkel Darm ein, den die Forschung zur Darm-Leber-Achse mit der Leber verbindet. Die Inulinmenge je Beutel ist nicht gesondert ausgewiesen.
Assistenten
gleichen aus und übernehmen Nebenaufgaben
Hier kommen Bausteine aus der heutigen Ernährungslehre dazu. Weiße Bohne und L-Arabinose stehen für den Blickwinkel Stoffwechsel: Beide werden im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Kohlenhydraten untersucht. Steviosid übernimmt eine Nebenaufgabe, den Geschmack.
Weiße Bohne
Kein klassischer Arzneirohstoff, sondern ein Lebensmittel mit Eiweiß und Kohlenhydraten.
Bei bestimmten Zubereitungen der weißen Bohne werden Eiweißbestandteile im Zusammenhang mit stärkespaltenden Enzymen untersucht.
Aufgabe in AnGanBao: Assistent. Sie steht für den Blickwinkel Stoffwechsel und ergänzt die ernährungsbezogene Seite der Rezeptur. Die weiße Bohne ist eine Hülsenfrucht.
L-Arabinose
Kein klassischer Arzneirohstoff, sondern ein Einfachzucker, der natürlich in Pflanzenfasern vorkommt.
Untersucht wird ihr Zusammenspiel mit dem Enzym Saccharase, das Haushaltszucker im Darm spaltet.
Aufgabe in AnGanBao: Assistent. Wie die weiße Bohne steht sie für den Blickwinkel Stoffwechsel, den Kapitel 01 beschreibt.
Steviosid
Kein Arzneirohstoff der chinesischen Lehre. Steviosid wird aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen, die ursprünglich aus Südamerika stammt.
In der EU sind Steviolglycoside als Süßungsmittel zugelassen; Steviosid gehört dazu.
Aufgabe in AnGanBao: Assistent mit einer Nebenaufgabe: Steviosid süßt das Granulat.
Boten
verbinden
In der klassischen Lehre stimmen Boten die Bestandteile einer Rezeptur aufeinander ab und führen sie zusammen. In AnGanBao übernehmen zwei B-Vitamine diese Rolle: Sie verbinden die überlieferte Rezepturidee mit der heutigen Ernährungswissenschaft. Es sind die einzigen Zutaten mit deklarierter Menge und mit zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen, beide unter anderem zum Energiestoffwechsel.
Vitamin B1 · Thiamin
0,805 mg je Beutel (73 % NRV). Bei zwei Beuteln 1,61 mg (146 % NRV).
Vitamin B1 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
Vitamin B2 · Riboflavin
0,468 mg je Beutel (33 % NRV). Bei zwei Beuteln 0,936 mg (67 % NRV).
Vitamin B2 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Vitamin B2 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Die vollständige Zusammensetzung
Alle 12 Zutaten in der Reihenfolge des deutschen Etiketts, mit den botanischen Namen.
Maltodextrin, Laktose, Kudzu-Wurzelpulver (Pueraria lobata (Willd.) Ohwi), Hovenia-dulcis-Fruchtpulver, Inulin (Cichorium intybus var. sativum), Weißbohnenpulver (Phaseolus vulgaris L.), Maulbeerblätterpulver (Morus alba L.), L-Arabinose, Yamswurzelpulver (Dioscorea opposita Thunb.), Steviosid, Vitamin B1, Vitamin B2.
Maltodextrin und Laktose bilden als Trägerstoffe die Grundlage des Granulats und haben keine Rolle in der Rezepturidee. Die Mengenverhältnisse der Pflanzen gibt der Hersteller nicht an.
Allergenhinweis laut Etikett: Enthält Laktose, Hülsenfrüchte (Kudzu, Weiße Bohnen). Laktose ist Milchzucker und wird aus Milch gewonnen.
Jede Rezepturzutat hat eine Aufgabe
Vier der zehn Rezepturzutaten gehören seit Jahrhunderten zur chinesischen Arzneikunde: Kudzu-Wurzel, Hovenia, Maulbeerblatt und Yamswurzel. Die Lehre ordnet sie der Leber oder der Mitte zu, die Kapitel 01 beschreibt. Die übrigen sechs kommen aus der heutigen Ernährungslehre: Inulin, weiße Bohne und L-Arabinose stehen für die Blickwinkel Darm und Stoffwechsel, Steviosid für den Geschmack, Vitamin B1 und B2 verbinden als Boten.
Wie AnGanBao entwickelt wurde
Bevor AnGanBao seine heutige Form bekam, untersuchte das Entwicklungsteam eine Rezepturmischung in zwei Versuchsmodellen und auf mehreren Ebenen zugleich: vom Blutwert bis zum Gewebe.
Wer AnGanBao entwickelt hat
Entwickelt von Prof. Dr. Minjie Wei und ihrem Team am Liaoning Medical Diagnosis and Treatment Center in Shenyang. Prof. Wei ist Pharmakologin an der China Medical University und war Dekanin ihrer School of Pharmacy. 2025 nahm Clarivate sie in die Liste der Highly Cited Researchers auf: Mehrere ihrer Arbeiten gehören weltweit zum meistzitierten Prozent ihres Fachs.
研 Mehr über das Team Forschung & Entwicklung Wer die Rezepturen entwickelt hat und wie sie entstehenDer Weg zur Rezeptur
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1
Die Frage
Wie verhält sich eine Mischung aus traditionellen Pflanzen und Ernährungsbausteinen, wenn man sie als Ganzes untersucht, statt jede Pflanze einzeln zu betrachten?
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2
Die Auswahl
Pflanzen der klassischen Rezepturlehre, ergänzt um einen Ballaststoff, weitere Lebensmittelrohstoffe und zwei B-Vitamine.
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3
Die Versuchsmodelle
Eine Rezepturmischung wurde in zwei getrennten präklinischen Versuchsmodellen eingesetzt und jeweils mit Kontroll- und Vergleichsgruppen verglichen.
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4
Die Messungen
Gemessen wurde auf mehreren Ebenen:
- Leberwerte im Blut wie ALT, AST und Bilirubin, dazu das Bluteiweiß Albumin
- Blutfette wie Cholesterin und Triglyceride
- Marker für oxidativen Stress: SOD, Glutathion und MDA
- das Lebergewebe unter dem Mikroskop (Histologie)
- Stoffwechselprofile im Blut (Metabolomik)
- Blutbild und Nierenwerte
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5
Das Gesamtbild
Ausgewertet wurden die Ergebnisse aller Ebenen gemeinsam, nicht ein einzelner Messwert. So entstand die heutige Zusammensetzung.
Zur Einordnung: Die beschriebenen Untersuchungen fanden während der Entwicklung statt. Die heutige Zusammensetzung beruht auf dieser Arbeit; maßgeblich ist das Etikett. Die Untersuchungen sind kein Nachweis einer Wirkung beim Menschen.
Forschung, die keine Pflicht ist
Für Nahrungsergänzungsmittel schreibt das Gesetz keine eigene Forschung vor. Bei AnGanBao wurde trotzdem eine Rezepturmischung als Ganzes untersucht, in zwei Versuchsmodellen und mit Labormethoden wie Histologie und Metabolomik.
Herkunft und Herstellung
Qualität beginnt beim Rohstoff. Für drei zentrale Pflanzen von AnGanBao liegen schriftliche Herkunftserklärungen des Rohstofflieferanten vor.
Woher die Rohstoffe kommen
Warum Herkunft zählt, beschreibt die chinesische Pflanzenkunde mit dem Begriff Daodi, dem „echten Herkunftsort“: der Region, in der eine Pflanze nach jahrhundertelanger Erfahrung am verlässlichsten gedeiht. Die Erklärungen nennen für jeden Rohstoff die Herkunftsregion.
Herkunft laut schriftlicher Erklärung des Rohstofflieferanten.
地 Wissensseite Daodi-Herkunft Mehr zu Daodi und zu allen HerkunftserklärungenHerstellung
AnGanBao wird in China von einem spezialisierten Partnerbetrieb hergestellt. Die Rohstoffe werden fein vermahlen, nach Rezeptur gemischt und portionsgenau in Beutel zu 10 g abgefüllt. Nach Angaben des Partnerbetriebs folgt die Herstellung GMP und HACCP, also festgelegten und dokumentierten Abläufen mit Kontrollen an jedem kritischen Schritt.
In Deutschland ist AnGanBao beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angezeigt und trägt ein deutschsprachiges Etikett.
Schriftlich festgehalten
Herkunft und Herstellung sind schriftlich festgehalten. Die Unterlagen schicken wir auf Anfrage.
Unabhängig geprüft
Das Prüfunternehmen SGS hat eine Probe der AnGanBao-Charge 2407311 in drei Bereichen untersucht.
Keines der 299 geprüften Pestizide war nachweisbar, ebenso wenig Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber.
299 Substanzen geprüft, alle nicht nachweisbar.
Blei, Cadmium, Arsen, Quecksilber nicht nachweisbar.
Gesamtkeimzahl unter 10 KBE/g. Salmonellen in 25 g nicht nachgewiesen. E. coli, Hefen und Schimmel unter 10 KBE/g.
Zur Einordnung
Für Nahrungsergänzungsmittel gelten in der EU Höchstgehalte für Blei, Cadmium und Quecksilber. Für Arsen gibt es keinen solchen Höchstgehalt; es kommt natürlicherweise in Böden vor.
| Element | Ergebnis der Probe | EU-Höchstgehalt für Nahrungsergänzungsmittel |
|---|---|---|
| Blei | nicht nachweisbar | 3,0 mg/kg |
| Cadmium | nicht nachweisbar | 1,0 mg/kg |
| Quecksilber | nicht nachweisbar | 0,10 mg/kg |
| Arsen | nicht nachweisbar | kein Höchstgehalt festgelegt |
Die Ergebnisse gelten für die geprüfte Probe. Drei Prüfberichte von SGS vom Juli 2025.
Die vollständigen Berichte schicken wir dir gern: info@nagevital.de.
Gemessen und offen gezeigt
Premium heißt hier nicht „garantiert schadstofffrei“, sondern: gemessen, mit Zahlen benannt und offen gezeigt.
AnGanBao auf einen Blick
AnGanBao ist ein Granulat in 14 Portionsbeuteln zu je 10 g; empfohlen ist 1 Beutel täglich, bei Bedarf bis zu 2.
14 Beutel à 10 g (140 g)
bei Bedarf bis zu 2 Beutel
Zur vollständigen Zutatenliste ↑
und Hülsenfrüchte (Kudzu, Weiße Bohnen).
So wird AnGanBao zubereitet
Den Beutelinhalt in etwa 120–150 ml warmem Wasser gut verrühren. Das Wasser sollte höchstens 80 °C warm sein.
Warum höchstens 80 °C: Laut Hersteller lösen sich die Pflanzenpulver in warmem Wasser gut, heißeres Wasser kann empfindliche Inhaltsstoffe schädigen. Die Wassermenge ist ein Richtwert.
Vitamine je Tagesportion
| Vitamin | je Beutel (10 g) | % NRV* | je 2 Beutel | % NRV* |
|---|---|---|---|---|
| Vitamin B1 | 0,805 mg | 73 % | 1,61 mg | 146 % |
| Vitamin B2 | 0,468 mg | 33 % | 0,936 mg | 67 % |
*NRV = Nährstoffbezugswert. Maßgeblich sind die Angaben auf dem Etikett.
Nährwerte je Beutel
| Nährwert | je Beutel (10 g) |
|---|---|
| Brennwert | 163 kJ / 39 kcal |
| Eiweiß | 0,15 g |
| Fett | 0,24 g |
| Kohlenhydrate | 8,92 g |
| Natrium | 1,4 mg |
Als Ergänzung, nicht als Ersatz
AnGanBao ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Nicht geeignet für Kinder, Schwangere und Stillende. AnGanBao enthält Laktose. AnGanBao ist kein Ausgleich für Alkoholkonsum. Wenn du Medikamente einnimmst oder in ärztlicher Behandlung bist, sprich die Einnahme vorher mit deiner Praxis ab.
Begriffe und Weiterlesen
Vierzehn Begriffe aus diesem Dossier, jeweils kurz erklärt. Zum Lesen einfach den Begriff öffnen.
Qi +
Grundbegriff der chinesischen Medizin für die Kraft, die nach der Lehre alle Vorgänge im Körper trägt; kein messbarer Laborwert.
Mitte +
In der chinesischen Medizin der Sammelbegriff für Milz und Magen, die nach der Lehre aus der Nahrung die Kraft für den Körper gewinnen.
Funktionskreis +
Deutsche Fachübersetzung (geprägt von Manfred Porkert) für ein Organsystem der chinesischen Medizin samt allem, was die Lehre ihm zuordnet, etwa Leber, Sehnen und Augen; kein Organ im heutigen Sinn.
Kaiser, Minister, Assistent, Bote +
Klassische Rollenordnung chinesischer Rezepturen, die jeder Zutat eine Aufgabe zuweist.
Shennong Bencao Jing +
Gilt als ältestes überliefertes Arzneibuch Chinas; das Original ist verloren und wurde aus Zitaten rekonstruiert. Es entstand im 1. bis 2. Jahrhundert und ordnet 365 Mittel in drei Klassen, die es Kaiser, Minister sowie Assistenten und Boten nennt.
Xinxiu Bencao +
„Neu bearbeitete Materia medica“: 659 vom Kaiserhof der Tang-Dynastie herausgegeben, gilt als erstes staatlich herausgegebenes Arzneibuch Chinas.
Daodi +
Begriff für die Region, aus der ein Rohstoff traditionell in bester Qualität kommt.
Präklinisch +
Untersuchungen im Labor oder im Versuchsmodell, ohne Beteiligung von Menschen.
Leberwerte +
Sammelbegriff für Blutwerte, die mit Aufgaben der Leber zusammenhängen, etwa die Enzyme ALT und AST, das Bilirubin oder das Eiweiß Albumin.
Oxidativer Stress +
Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffverbindungen und den Schutzsystemen des Körpers; gemessen etwa über das Enzym SOD, das Glutathion oder das Abbauprodukt MDA.
Histologie +
Untersuchung von Gewebe unter dem Mikroskop, meist an angefärbten Gewebeschnitten.
Metabolomik +
Gleichzeitige Messung vieler kleiner Stoffwechselprodukte in einer Probe.
Kurzkettige Fettsäuren +
Stoffe wie Butyrat, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden.
Darm-Leber-Achse +
Forschungsbegriff für die Verbindung zwischen Darm, Darmbakterien und Leber, vor allem über die Pfortader.
Weiterlesen
Quellen
- Shennong Bencao Jing (1.–2. Jahrhundert) und Xinxiu Bencao (659), klassische chinesische Arzneibücher; Einordnung nach Shennong Bencaojing und Fachliteratur
- Chinesisches Gesundheitsministerium: Liste der Stoffe, die zugleich Lebensmittel und Arznei sind, 2002 (Übersicht)
- Arzneibuch der Volksrepublik China, Ausgabe 2020 (chinesisch): Einträge zu Kudzu-Wurzel, Maulbeerblatt, Yamswurzel und Chicorée
- Zhu Danxi: Gezhi Yulun, 1347 (chinesisch)
- Pabst O. et al.: Gut–liver axis: barriers and functional circuits. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, 2023
- Clarivate: Highly Cited Researchers 2025
- Entwicklungsunterlagen zu AnGanBao, übermittelt vom Entwicklungsteam (chinesisch)
- Drei SGS-Prüfberichte zu AnGanBao, Juli 2025, auf Anfrage
- Etikett der deutschen Verkaufsversion
Ein Produkt verstehen heißt, seine Entwicklung zu kennen.
AnGanBao verbindet Pflanzen aus fast zwei Jahrtausenden chinesischer Arzneikunde mit einer Entwicklung, die eine Rezepturmischung in zwei Versuchsmodellen und auf mehreren Ebenen untersucht hat. Herkunft, Herstellung und Prüfung sind schriftlich festgehalten; die Unterlagen schicken wir auf Anfrage. Die aktuelle Zusammensetzung und die Verzehrempfehlung findest du auch auf der Produktseite.