ChangYuTai 常愈泰
Tradition, die man untersuchen kann.
ChangYuTai ist eine Vielstoffrezeptur für das Themenfeld Darm und Mikrobiom. Im Mittelpunkt stehen der Ballaststoff Inulin und die Yamswurzel, eine Wurzel mit langer Geschichte in den Arzneibüchern Chinas. Dazu kommen elf weitere Zutaten aus der chinesischen Arznei- und Esskultur und acht Vitamine und Mineralstoffe, auf einer Grundlage aus Milchpulver. In der Entwicklung wurde eine Rezepturmischung in einem Versuchsmodell zur Darmflora und in einem Zellversuch untersucht.
Dieses Dossier zeigt, was in ChangYuTai steckt, warum jede Zutat ihren Platz hat und mit welchem Aufwand die Rezeptur entwickelt, hergestellt und geprüft wurde.
Was hinter ChangYuTai steht
Der Darm im Zusammenhang
In der chinesischen Medizin gehört die Verdauung zu einem größeren System rund um die Mitte. Auch die heutige Forschung betrachtet den Darm im Zusammenhang, vor allem mit Ernährung und Darmflora.
Was die Tradition sagt
Die chinesische Medizin beschreibt die Verdauung über mehrere Funktionskreise. Zentral ist die Mitte, also Milz und Magen: Nach der Lehre gewinnen sie aus der Nahrung die Kraft für den Körper. Dünndarm und Dickdarm sind eigene Funktionskreise, die die Lehre eng mit der Mitte verbunden sieht.
Eine Rezeptur für dieses Themenfeld setzt deshalb nicht auf einen einzelnen Stoff. Sie verbindet Pflanzen und Lebensmittel, die die Lehre der Mitte oder dem Dickdarm zuordnet. Die Begriffe beschreiben überlieferte Denkmodelle, nicht Organe im heutigen Sinn.
Was die Forschung heute sagt
Der Darm zerlegt die Nahrung und nimmt Nährstoffe auf. Vor allem im Dickdarm lebt eine vielfältige Gemeinschaft von Mikroorganismen, das Darmmikrobiom. Seine Zusammensetzung verändert sich mit Ernährung, Alter und Lebensumständen. Die Forschung untersucht dabei unter anderem diese beiden Zusammenhänge:
Darmflora und Ballaststoffe
Was der Dünndarm nicht aufnimmt, etwa bestimmte Ballaststoffe, verwerten Bakterien im Dickdarm. Dabei entstehen Stoffwechselprodukte wie kurzkettige Fettsäuren. Diese Vorgänge untersucht die Mikrobiomforschung.
Lebensmittel und Darmflora
Lebensmittel liefern neben Nährstoffen auch Stärke, Ballaststoffe und Pflanzenstoffe wie Polyphenole. Wie die Zusammensetzung der Nahrung die Darmflora prägt, untersucht die Ernährungsforschung.
Wo sich beide treffen
Beide Blickwinkel betrachten den Darm nicht für sich allein: die Lehre zusammen mit der Mitte, die aus der Nahrung die Kraft für den Körper gewinnt, die Forschung zusammen mit Ernährung und Darmflora (Übersicht: Rowland et al. 2018). Das ist eine Parallele, keine Gleichsetzung.
ChangYuTai verbindet beide Blickwinkel: Pflanzen und Lebensmittel der Rezepturlehre und Bausteine der heutigen Ernährungsforschung, vom Ballaststoff Inulin bis zu acht Vitaminen und Mineralstoffen. In der Entwicklung wurde deshalb eine Rezepturmischung als Ganzes untersucht, nicht jede Zutat einzeln (Kapitel 03).
Ein Gesamtkonzept von Anfang an
ChangYuTai wurde von Anfang an als Gesamtkonzept gedacht, nicht als Mischung bekannter Einzelstoffe.
Die Zutaten und ihre Rollen
25 deklarierte Zutaten, 21 davon mit einer Aufgabe in der Rezepturidee. Geordnet nach der klassischen Rollenlehre von Kaiser, Minister, Assistent und Bote.
Vier Rollen, eine Rezepturidee
ChangYuTai enthält 25 deklarierte Zutaten. 21 davon tragen die Rezepturidee, jede mit einer eigenen Aufgabe. Die übrigen vier haben keine Rolle in der Rezepturidee: Milchpulver, das auf dem Etikett an erster Stelle steht und die Grundlage des Pulvers bildet, sowie Carrageen und zwei Phosphate, Zusatzstoffe mit technischer Aufgabe. Die vollständige Liste in der Reihenfolge des Etiketts steht am Ende dieses Kapitels.
Die Rollen beschreiben die Aufgabe einer Zutat in der Rezepturidee, nicht ihre Menge und keine gemessene Wirkstärke. Wie das Prinzip funktioniert, erklärt die Seite Kaiser, Minister, Assistent, Bote.
Klassische Rezepturen geben dem Kaiser meist auch die größte Menge. Bei ChangYuTai passt das zum Teil: Inulin steht auf dem Etikett direkt hinter dem Milchpulver, vor allen Pflanzenpulvern. Die Yamswurzel, der zweite Kaiser, folgt erst an sechster Stelle, hinter Sanddorn, Lotuswurzel und Carrageen. Die Reihenfolge auf dem Etikett folgt also nicht durchgehend der Rangordnung.
Tief verwurzelt: wie alt das Wissen ist
Sieben Zutaten von ChangYuTai stehen in zwei alten Arzneibüchern Chinas, sechs davon schon im ältesten. Die Bücher zeigen, wie weit dieses Wissen zurückreicht, und nebenbei, wie alt die Rollennamen dieses Kapitels sind.
Bis heute im Alltag: 2002 veröffentlichte das chinesische Gesundheitsministerium eine Liste der Stoffe, die zugleich als Lebensmittel und als traditioneller Arzneirohstoff gelten. Neun Zutaten von ChangYuTai stehen darauf: Yamswurzel, Poria, Coix-Samen, Jujube, Sanddorn, Goji-Beere, Ume-Pflaume, Polygonatum und schwarzer Sesam, dazu Chicorée, die Quelle des Inulins. Viele davon gehören in China zur Alltagsküche, etwa Jujube in Tees, Coix-Samen im Reisbrei oder Yamswurzel in Suppen.
Traditionelle Beschreibungen sind Einordnungen der chinesischen Arzneikunde und keine Wirkaussagen. „Forschung heute“ beschreibt, was an einer Zutat untersucht wird, nicht eine Wirkung von ChangYuTai.
Kaiser
geben die Richtung vor
Zwei Zutaten teilen sich die Leitrolle, je eine für die beiden Blickwinkel aus Kapitel 01. Inulin aus Chicorée steht für die Forschung: ein Ballaststoff, dessen Verwertung im Dickdarm die Mikrobiomforschung untersucht. Die Yamswurzel steht für die Tradition: Die Lehre ordnet sie unter anderem der Milz zu und damit der Mitte.
Inulin aus Chicorée
Kein klassischer Arzneirohstoff, sondern ein Ballaststoff aus der Chicoréewurzel. Den Chicorée selbst führt das Arzneibuch der Volksrepublik China als Arzneirohstoff der uigurischen Heilkunde; die Lehre ordnet ihn Leber, Galle und Magen zu.
Inulin gelangt unverdaut in den Dickdarm. Wie Darmbakterien es dort verwerten, etwa zu kurzkettigen Fettsäuren, untersucht die Mikrobiomforschung.
Aufgabe in ChangYuTai: Kaiser. Es steht für den Blickwinkel Mikrobiom aus Kapitel 01. Die Inulinmenge je Beutel ist nicht gesondert ausgewiesen; Ballaststoffe insgesamt enthält ein Beutel laut Etikett 1,26 g.
Yamswurzel · Shan Yao
Unter ihrem alten Namen Shuyu steht sie im Shennong Bencao Jing in der oberen Klasse. Die Lehre ordnet sie Milz, Lunge und Niere zu und schätzt sie als Nahrung und Arznei zugleich.
Sie enthält Stärke und Polysaccharide. Untersucht werden vor allem die Polysaccharide, unter anderem in experimentellen Arbeiten zur Darmflora.
Aufgabe in ChangYuTai: Kaiser. Sie steht für den Blickwinkel der Tradition: die Mitte, der die Lehre die Verarbeitung der Nahrung zuordnet. Herkunft laut Erklärung: Yiyang, Henan.
Minister
verstärken und ergänzen
Vier Zutaten verstärken und ergänzen die Kaiser, alle aus der Richtung der Mitte. Poria, Coix-Samen und Jujube ordnet die Lehre wie die Yamswurzel der Milz zu, Coix-Samen und Jujube zusätzlich dem Magen; alle drei stehen schon in der oberen Klasse des ältesten Arzneibuchs. Auch die Lotuswurzel ordnet die chinesische Ernährungslehre unter anderem Milz und Magen zu.
Poria · Fu Ling
Im Shennong Bencao Jing in der oberen Klasse. Poria ist ein Pilz, der an den Wurzeln von Kiefern wächst. Die Lehre ordnet ihn Herz, Lunge, Milz und Niere zu.
Untersucht werden vor allem seine Polysaccharide und Triterpene, unter anderem in experimentellen Arbeiten zur Darmflora.
Aufgabe in ChangYuTai: Minister. Die Lehre ordnet ihn wie die Yamswurzel der Milz und damit der Mitte zu; so verstärkt er die Richtung des Kaisers. Herkunft laut Erklärung: Yuexi, Anhui, Sorte Weiße Poria.
Coix-Samen · Yi Yi Ren
Im Shennong Bencao Jing in der oberen Klasse. Coix-Samen sind die Samen der Hiobsträne, eines Grases; in China werden sie auch gekocht gegessen, etwa im Reisbrei. Die Lehre ordnet sie Milz, Magen und Lunge zu.
Neben Stärke enthalten die Samen Eiweiß, Fette und Polysaccharide. Untersucht werden diese Inhaltsstoffe unter anderem im Zusammenhang mit Stoffwechsel und Darmflora.
Aufgabe in ChangYuTai: Minister. Sie verstärken die Richtung der Mitte: Die Lehre ordnet sie wie die Yamswurzel der Milz zu und dazu dem Magen.
Lotuswurzel · Ou
Ein klassisches Lebensmittel der chinesischen Küche, etwa in Suppen oder als Stärke für einen süßen Brei. Die chinesische Ernährungslehre ordnet die Wurzel unter anderem Milz und Magen zu.
Lotuswurzel liefert Stärke, Ballaststoffe und Polyphenole. Untersucht werden vor allem die Polyphenole und Ballaststoffe, unter anderem im Zusammenhang mit dem Stoffwechsel.
Aufgabe in ChangYuTai: Minister. Sie ergänzt die Kaiser aus der Küche: ein Lebensmittel, das die Ernährungslehre der Mitte zuordnet.
Jujube · Da Zao
Im Shennong Bencao Jing in der oberen Klasse. Die Lehre ordnet die rote Dattel, wie die Jujube auch heißt, Milz, Magen und Herz zu. In klassischen Rezepturen steht sie oft, um die Bestandteile aufeinander abzustimmen; in ChangYuTai ist sie ein Minister.
Die Früchte enthalten Polysaccharide, Polyphenole und Triterpensäuren. Untersucht werden vor allem die Polysaccharide, unter anderem in experimentellen Arbeiten zur Darmflora.
Aufgabe in ChangYuTai: Minister. Sie ergänzt die Kaiser über Milz und Magen, also über die Mitte.
Assistenten
gleichen aus und übernehmen Nebenaufgaben
Sieben Zutaten verbreitern die Rezeptur. Sanddorn und Polygonatum ordnet die Lehre wie die Yamswurzel der Milz zu, die Ume-Pflaume unter anderem der Milz und dem Dickdarm, den schwarzen Sesam unter anderem dem Dickdarm. Die Goji-Beere gehört über die Forschung zu ihren Polysacchariden zum Blickwinkel Mikrobiom. Sellerie und Buchweizen bringen den Blickwinkel Ernährung aus Kapitel 01 ein.
Sanddorn · Sha Ji
In der Heilkunde stammt Sanddorn aus der tibetischen und mongolischen Tradition; das Arzneibuch der Volksrepublik China führt ihn als deren Arzneirohstoff. Die Lehre ordnet ihn Milz, Magen, Lunge und Herz zu.
Die Früchte enthalten Flavonoide, Carotinoide und Fruchtöl. Untersucht werden vor allem die Flavonoide und das Fruchtöl.
Aufgabe in ChangYuTai: Assistent. Er verbreitert die Rezeptur um eine Frucht, die die Lehre wie die Yamswurzel der Milz und zusätzlich dem Magen zuordnet. Herkunft laut Erklärung: Hohhot, Innere Mongolei, Sorte Mongolischer Sanddorn.
Goji-Beere · Gou Qi Zi
Im Shennong Bencao Jing in der oberen Klasse. Die Lehre ordnet sie Leber und Niere zu und zählt sie zu den nährenden Mitteln.
Im Mittelpunkt stehen Goji-Polysaccharide und Carotinoide wie Zeaxanthin. Die Polysaccharide werden unter anderem in experimentellen Arbeiten zur Darmflora untersucht.
Aufgabe in ChangYuTai: Assistent. Über die Forschung zu ihren Polysacchariden gehört sie zum Blickwinkel Mikrobiom aus Kapitel 01. Herkunft laut Erklärung: Ningxia.
Ume-Pflaume · Wu Mei
Unter dem Namen Meishi steht sie im Shennong Bencao Jing in der mittleren Klasse. Die Lehre ordnet sie Leber, Milz, Lunge und Dickdarm zu.
Die Früchte sind reich an Fruchtsäuren, vor allem Zitronensäure, und enthalten Polyphenole; beide Stoffgruppen werden in der Lebensmittelforschung untersucht.
Aufgabe in ChangYuTai: Assistent. Sie bringt über die Zuordnung der Lehre den Dickdarm in die Rezeptur, dazu die Milz. Herkunft laut Erklärung: Nanjiang, Sichuan, Sorte Changlong Nr. 7.
Polygonatum · Huang Jing
Erstmals beschrieben im Mingyi Bielu, einige Jahrhunderte nach dem Shennong Bencao Jing, und dort in der oberen Klasse geführt. Die Lehre beschreibt Polygonatum als nährend und ordnet es Milz, Lunge und Niere zu.
Seine Polysaccharide werden in experimentellen Modellen untersucht, darunter zur Darmflora.
Aufgabe in ChangYuTai: Assistent. Die Lehre ordnet es denselben Funktionskreisen zu wie die Yamswurzel; so verbreitert es die Richtung des Kaisers. Herkunft laut Erklärung: Yiyang, Henan.
Schwarzer Sesam · Hei Zhi Ma
Ein klassisches nährendes Lebensmittel der chinesischen Ernährungslehre. Die Lehre ordnet ihn Leber, Niere und Dickdarm zu. Ob das „Huma“ des Shennong Bencao Jing der Sesam ist, ist umstritten; wir zählen ihn dort deshalb nicht mit.
Im Mittelpunkt stehen seine Lignane, vor allem Sesamin. Es wird unter anderem im Zusammenhang mit dem Fettstoffwechsel untersucht.
Aufgabe in ChangYuTai: Assistent. Wie die Ume-Pflaume ordnet ihn die Lehre dem Dickdarm zu. Enthält das Allergen Sesam.
Sellerie · Qin Cai
Kein klassischer Arzneirohstoff, sondern ein Gemüse, das in der chinesischen Küche ebenso verbreitet ist wie in der europäischen.
Sellerie enthält Ballaststoffe und Flavonoide wie Apigenin. Apigenin wird unter anderem auf antioxidative Eigenschaften untersucht.
Aufgabe in ChangYuTai: Assistent. Er bringt ein Gemüse in die Rezeptur und damit den Blickwinkel Ernährung aus Kapitel 01. Enthält das Allergen Sellerie.
Buchweizen · Qiao Mai
Kein klassischer Arzneirohstoff, sondern ein Pseudogetreide: botanisch kein Getreide, aber gegessen wie eines, in Ostasien etwa als Nudeln, in Europa als Grütze oder Mehl.
Buchweizen liefert Stärke, Eiweiß und das Flavonoid Rutin. Rutin wird unter anderem auf antioxidative Eigenschaften untersucht.
Aufgabe in ChangYuTai: Assistent. Wie der Sellerie steht er für den Blickwinkel Ernährung. Das Etikett nennt Buchweizen im Allergenhinweis.
Boten
verbinden
In der klassischen Lehre stimmen Boten die Bestandteile einer Rezeptur aufeinander ab und führen sie zusammen. In ChangYuTai übernehmen sechs Vitamine und zwei Mineralstoffe diese Rolle: Sie verbinden die überlieferte Rezepturidee mit der heutigen Ernährungswissenschaft. Es sind die einzigen Zutaten mit deklarierter Menge und mit zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen.
Vitamin E
Fettlösliches Vitamin
5,30 mg α-TE je Beutel (44 % NRV), bei zwei Beuteln 10,60 mg α-TE (88 % NRV)
Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Vitamin B1 · Thiamin
Wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe
0,74 mg je Beutel (67 % NRV), bei zwei Beuteln 1,48 mg (135 % NRV)
Vitamin B1 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
Vitamin B2 · Riboflavin
Wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe
0,28 mg je Beutel (20 % NRV), bei zwei Beuteln 0,56 mg (40 % NRV)
Vitamin B2 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Vitamin B2 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Vitamin B6
Wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe
0,56 mg je Beutel (40 % NRV), bei zwei Beuteln 1,12 mg (80 % NRV)
Vitamin B6 trägt zu einem normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei.
Vitamin C
Wasserlösliches Vitamin
29,24 mg je Beutel (37 % NRV), bei zwei Beuteln 58,48 mg (73 % NRV)
Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.
Folsäure
Wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe
74,2 µg je Beutel (37 % NRV), bei zwei Beuteln 148,4 µg (74 % NRV)
Folat hat eine Funktion bei der Zellteilung.
Eisen
Mineralstoff, als Eisengluconat
2,6 mg je Beutel (19 % NRV), bei zwei Beuteln 5,2 mg (37 % NRV)
Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei.
Zink
Mineralstoff, als Zinkgluconat
2,2 mg je Beutel (22 % NRV), bei zwei Beuteln 4,4 mg (44 % NRV)
Zink trägt zu einer normalen Eiweißsynthese bei.
NRV = Nährstoffbezugswert. Maßgeblich sind die Angaben auf dem Etikett.
Die vollständige Zusammensetzung
Alle 25 Zutaten in der Reihenfolge des deutschen Etiketts, mit den botanischen Namen.
Milchpulver, Inulin (Cichorium intybus var. sativum), Sanddornfruchtpulver (Hippophae rhamnoides L.), Lotuswurzelpulver (Nelumbo nucifera Gaertn.), Carrageen, Yamswurzelpulver (Dioscorea opposita Thunb.), Coixsamenpulver (Coix lacryma-jobi L.), Jujubefruchtpulver (Ziziphus jujuba Mill.), Poria-Pilzpulver (Poria cocos (Schw.) Wolf), Chinesische Goji-Beere (Lycium chinense Mill.), Pflaumenfruchtpulver (Prunus mume (Sieb.) Sieb. et Zucc.), Polygonatum-Rhizom-Pulver (Polygonatum sibiricum Delar. ex Redoute), Schwarzes Sesampulver (Sesamum indicum L.), Selleriepulver (Apium graveolens), Buchweizenpulver (Fagopyrum esculentum Moench), Dinatriumhydrogenphosphat, Dikaliumhydrogenphosphat, Vitamin C, Eisengluconat, Zinkgluconat, Vitamin E, Vitamin B1, Vitamin B6, Vitamin B2, Folsäure.
Milchpulver bildet die Grundlage des Pulvers; Carrageen und die beiden Phosphate sind Zusatzstoffe mit technischer Aufgabe. Alle vier haben keine Rolle in der Rezepturidee. Die Mengenverhältnisse der Pflanzen gibt der Hersteller nicht an.
Allergenhinweis laut Etikett: Enthält Milch, Sesam, Sellerie und Buchweizen. Kann Spuren von Soja und Gluten enthalten. Milchpulver enthält von Natur aus Laktose (Milchzucker).
Jede Rezepturzutat hat eine Aufgabe
Sieben der 21 Rezepturzutaten stehen schon in den alten Arzneibüchern Chinas, neun auf der Liste der Stoffe, die dort zugleich Lebensmittel und Arzneirohstoff sind. Die meisten von ihnen ordnet die Lehre der Mitte oder dem Dickdarm zu, die Kapitel 01 beschreibt. Inulin bringt den Blickwinkel Mikrobiom ein, Sellerie und Buchweizen den Blickwinkel Ernährung, und sechs Vitamine, Eisen und Zink verbinden als Boten.
Wie ChangYuTai entwickelt wurde
Bevor ChangYuTai seine heutige Form bekam, untersuchte das Entwicklungsteam eine Rezepturmischung in zwei Feldern: an der Darmflora in einem Versuchsmodell und an Immunzellen in einem Zellversuch.
Wer ChangYuTai entwickelt hat
Entwickelt von Prof. Dr. Minjie Wei und ihrem Team am Liaoning Medical Diagnosis and Treatment Center in Shenyang. Prof. Wei ist Pharmakologin an der China Medical University und war Dekanin ihrer School of Pharmacy. 2025 nahm Clarivate sie in die Liste der Highly Cited Researchers auf: Mehrere ihrer Arbeiten gehören weltweit zum meistzitierten Prozent ihres Fachs.
研 Mehr über das Team Forschung & Entwicklung Wer die Rezepturen entwickelt hat und wie sie entstehenDer Weg zur Rezeptur
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1
Die Frage
Was zeigt sich an der Darmflora, wenn man eine Mischung aus traditionellen Pflanzen, einem Ballaststoff und Nährstoffen als Ganzes untersucht, statt jede Zutat einzeln zu betrachten?
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2
Die Auswahl
Pflanzen und Lebensmittel der klassischen Rezepturlehre, ergänzt um Inulin, Milchpulver sowie Vitamine und Mineralstoffe. Die Entwicklungsunterlagen beschreiben die Pflanzen, das Milchpulver und ausgewählte Mikronährstoffe jeweils einzeln.
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3
Das Versuchsmodell
Eine Rezepturmischung wurde in einem präklinischen Versuchsmodell eingesetzt; zum Vergleich diente eine Gruppe ohne die Mischung.
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4
Die Messungen
Untersucht wurde auf zwei Feldern:
- die Zusammensetzung der Darmflora, ausgewertet mit dem Verfahren LEfSe, das Unterschiede zwischen Gruppen sichtbar macht
- in einem Zellversuch Immunzellen (T-Lymphozyten), mit einer optischen Messung und unter dem Mikroskop, im Vergleich mit einer Kontroll- und einer Vergleichsgruppe
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5
Das Gesamtbild
Beide Untersuchungen gehören zur selben Entwicklungsarbeit: Sie betrachten eine Rezepturmischung aus zwei Blickwinkeln, an der Darmflora und an Immunzellen.
Zur Einordnung: Die beschriebenen Untersuchungen fanden während der Entwicklung statt. Die heutige Zusammensetzung beruht auf dieser Arbeit; maßgeblich ist das Etikett. Die Untersuchungen sind kein Nachweis einer Wirkung beim Menschen.
Forschung, die keine Pflicht ist
Für Nahrungsergänzungsmittel schreibt das Gesetz keine eigene Forschung vor. Bei ChangYuTai wurde trotzdem eine Rezepturmischung als Ganzes untersucht, mit einer Analyse der Darmflora und einem Zellversuch.
Herkunft und Herstellung
Qualität beginnt beim Rohstoff. Für sechs Zutaten von ChangYuTai liegen schriftliche Herkunftserklärungen des Rohstofflieferanten vor.
Woher die Rohstoffe kommen
Warum Herkunft zählt, beschreibt die chinesische Pflanzenkunde mit dem Begriff Daodi, dem „echten Herkunftsort“: der Region, in der eine Pflanze nach jahrhundertelanger Erfahrung am verlässlichsten gedeiht. Die Erklärungen nennen für jeden Rohstoff die Herkunftsregion, für drei davon auch die Sorte.
Herkunft laut schriftlicher Erklärung des Rohstofflieferanten.
地 Wissensseite Daodi-Herkunft Mehr zu Daodi und zu allen HerkunftserklärungenHerstellung
ChangYuTai wird in China von einem spezialisierten Partnerbetrieb hergestellt. Die Rohstoffe werden fein vermahlen, nach Rezeptur gemischt und portionsgenau in Beutel zu 20 g abgefüllt. Nach Angaben des Partnerbetriebs folgt die Herstellung GMP und HACCP, also festgelegten und dokumentierten Abläufen mit Kontrollen an jedem kritischen Schritt. HACCP ist für Lebensmittelbetriebe in der EU vorgeschrieben; GMP kommt ursprünglich aus der Arzneimittelherstellung.
Wie jedes Nahrungsergänzungsmittel ist ChangYuTai in Deutschland beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angezeigt; es trägt ein deutschsprachiges Etikett.
Schriftlich festgehalten
Herkunft und Herstellung sind schriftlich festgehalten. Die Unterlagen schicken wir auf Anfrage.
Unabhängig geprüft
Das Prüfunternehmen SGS hat eine Probe der ChangYuTai-Charge 2501039 in drei Bereichen untersucht.
Keines der 299 geprüften Pestizide war nachweisbar, ebenso wenig Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber.
299 Substanzen geprüft, alle nicht nachweisbar.
Blei, Cadmium, Arsen, Quecksilber nicht nachweisbar.
Gesamtkeimzahl 120 KBE/g. Salmonellen in 25 g nicht nachgewiesen. E. coli, Hefen und Schimmel unter 10 KBE/g.
Zur Einordnung
Für Nahrungsergänzungsmittel gelten in der EU Höchstgehalte für Blei, Cadmium und Quecksilber. Für Arsen gibt es keinen solchen Höchstgehalt; es kommt natürlicherweise in Böden vor. Die Gesamtkeimzahl gibt an, wie viele Keime aus einem Gramm der Probe unter Laborbedingungen zu Kolonien heranwachsen; was solche Werte bedeuten, erklärt die Seite Labor & Einordnung.
| Element | Ergebnis der Probe | EU-Höchstgehalt für Nahrungsergänzungsmittel |
|---|---|---|
| Blei | nicht nachweisbar | 3,0 mg/kg |
| Cadmium | nicht nachweisbar | 1,0 mg/kg |
| Quecksilber | nicht nachweisbar | 0,10 mg/kg |
| Arsen | nicht nachweisbar | kein Höchstgehalt festgelegt |
Die Ergebnisse gelten für die geprüfte Probe. Drei Prüfberichte von SGS vom Juli 2025.
Die vollständigen Berichte schicken wir dir gern: info@nagevital.de.
Gemessen und offen gezeigt
Premium heißt hier nicht „garantiert schadstofffrei“, sondern: gemessen, mit Zahlen benannt und offen gezeigt.
ChangYuTai auf einen Blick
ChangYuTai ist ein Pulver in 10 Portionsbeuteln zu je 20 g; empfohlen ist 1 Beutel täglich, bei Bedarf bis zu 2.
10 Beutel à 20 g (200 g)
bei Bedarf bis zu 2 Beutel
Zur vollständigen Zutatenliste ↑
und Buchweizen, dazu Laktose aus dem Milchpulver. Kann Spuren von Soja und Gluten enthalten.
So wird ChangYuTai zubereitet
Den Beutelinhalt in etwa 120–150 ml warmem Wasser gut verrühren. Das Wasser sollte höchstens 80 °C warm sein.
Warum höchstens 80 °C: Laut Hersteller lösen sich die Pflanzenpulver in warmem Wasser gut, heißeres Wasser kann empfindliche Inhaltsstoffe schädigen. Die Wassermenge ist ein Richtwert.
Vitamine und Mineralstoffe je Tagesportion
| Nährstoff | je Beutel (20 g) | % NRV* | je 2 Beutel | % NRV* |
|---|---|---|---|---|
| Vitamin E | 5,30 mg α-TE | 44 % | 10,60 mg α-TE | 88 % |
| Vitamin B1 | 0,74 mg | 67 % | 1,48 mg | 135 % |
| Vitamin B2 | 0,28 mg | 20 % | 0,56 mg | 40 % |
| Vitamin B6 | 0,56 mg | 40 % | 1,12 mg | 80 % |
| Vitamin C | 29,24 mg | 37 % | 58,48 mg | 73 % |
| Folsäure | 74,2 µg | 37 % | 148,4 µg | 74 % |
| Eisen | 2,6 mg | 19 % | 5,2 mg | 37 % |
| Zink | 2,2 mg | 22 % | 4,4 mg | 44 % |
*NRV = Nährstoffbezugswert. Maßgeblich sind die Angaben auf dem Etikett.
Nährwerte je Beutel
| Nährwert | je Beutel (20 g) |
|---|---|
| Brennwert | 369 kJ / 88 kcal |
| Eiweiß | 3,34 g |
| Fett | 3,52 g |
| Kohlenhydrate | 10,12 g |
| Ballaststoffe | 1,26 g |
| Natrium | 42,8 mg |
Als Ergänzung, nicht als Ersatz
ChangYuTai ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Nicht geeignet für Kinder, Schwangere und Stillende. ChangYuTai enthält Milchpulver und damit Laktose. Wenn du Medikamente einnimmst oder in ärztlicher Behandlung bist, sprich die Einnahme vorher mit deiner Praxis ab.
Begriffe und Weiterlesen
Dreizehn Begriffe aus diesem Dossier, jeweils kurz erklärt. Zum Lesen einfach den Begriff öffnen.
Mitte +
In der chinesischen Medizin der Sammelbegriff für Milz und Magen, die nach der Lehre aus der Nahrung die Kraft für den Körper gewinnen.
Funktionskreis +
Deutsche Fachübersetzung (geprägt von Manfred Porkert) für ein Organsystem der chinesischen Medizin samt allem, was die Lehre ihm zuordnet, etwa Milz, Muskeln und Mund; kein Organ im heutigen Sinn.
Kaiser, Minister, Assistent, Bote +
Klassische Rollenordnung chinesischer Rezepturen, die jeder Zutat eine Aufgabe zuweist.
Shennong Bencao Jing +
Gilt als ältestes überliefertes Arzneibuch Chinas; das Original ist verloren und wurde aus Zitaten rekonstruiert. Es entstand im 1. bis 2. Jahrhundert und ordnet 365 Mittel in drei Klassen, die es Kaiser, Minister sowie Assistenten und Boten nennt.
Mingyi Bielu +
„Weitere Aufzeichnungen berühmter Ärzte“: frühes Arzneibuch, das einige Jahrhunderte später das Shennong Bencao Jing um weitere Mittel ergänzte.
Daodi +
Begriff für die Region, aus der ein Rohstoff traditionell in bester Qualität kommt.
Präklinisch +
Untersuchungen im Labor oder im Versuchsmodell, ohne Beteiligung von Menschen.
Darmmikrobiom +
Die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm, vor allem Bakterien; umgangssprachlich auch Darmflora.
Kurzkettige Fettsäuren +
Stoffe wie Butyrat, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden.
Polysaccharide +
Mehrfachzucker: lange Ketten aus Zuckerbausteinen, etwa Stärke oder Inulin. Viele Pflanzen und Pilze bilden eigene Polysaccharide.
LEfSe +
Auswerteverfahren der Mikrobiomforschung (Linear Discriminant Analysis Effect Size). Es zeigt, welche Bakteriengruppen sich zwischen Versuchsgruppen am deutlichsten unterscheiden.
T-Lymphozyten +
Eine Gruppe weißer Blutkörperchen, die zum Immunsystem gehört. In der Forschung werden sie häufig im Zellversuch untersucht.
NRV +
Nährstoffbezugswert: die Tagesmenge eines Vitamins oder Mineralstoffs, auf die sich die Prozentangaben auf Etiketten in der EU beziehen.
Weiterlesen
Quellen
- Shennong Bencao Jing (1.–2. Jahrhundert) und Mingyi Bielu, klassische chinesische Arzneibücher; Einordnung nach Shennong Bencaojing und Fachliteratur
- Chinesisches Gesundheitsministerium: Liste der Stoffe, die zugleich Lebensmittel und Arznei sind, 2002 (Übersicht)
- Arzneibuch der Volksrepublik China, Ausgabe 2020 (chinesisch): Einträge zu Yamswurzel, Poria, Coix-Samen, Jujube, Sanddorn, Goji-Beere, Ume-Pflaume, Polygonatum, schwarzem Sesam und Chicorée
- Erste Volksklinik Hangzhou, Klinikapotheke: Beitrag zur Lotuswurzel, 2022 (chinesisch)
- Li Zhongzi: Yizong Bidu, 1637 (chinesisch)
- Rowland I. et al.: Gut microbiota functions: metabolism of nutrients and other food components. European Journal of Nutrition, 2018
- Clarivate: Highly Cited Researchers 2025
- Entwicklungsunterlagen zu ChangYuTai, übermittelt vom Entwicklungsteam (chinesisch)
- Drei SGS-Prüfberichte zu ChangYuTai, Juli 2025, auf Anfrage
- Etikett der deutschen Verkaufsversion
Ein Produkt verstehen heißt, seine Entwicklung zu kennen.
ChangYuTai verbindet Pflanzen aus fast zwei Jahrtausenden chinesischer Arzneikunde mit Bausteinen der heutigen Ernährungslehre und mit einer Entwicklung, die eine Rezepturmischung an der Darmflora und im Zellversuch untersucht hat. Herkunft, Herstellung und Prüfung sind schriftlich festgehalten; die Unterlagen schicken wir auf Anfrage. Die aktuelle Zusammensetzung und die Verzehrempfehlung findest du auch auf der Produktseite.